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1987 wurde livE of yelworC von Peter Devin und Domink van Reich gegründet und produzierte bereits 1988 zwei Tapes: RISING AS PHOENIX FROM ITS ASHES und THE MYSTER SIDE OF DEMOCRACY
1989 wurde der Bandname schlicht auf yelworC reduziert.
Der Bandname spielt mit der Idee des Anagramms, inspiriert von der rätselhaften Sator-Formel. Thematisch ließen sich yelworC schon damals von Okkultem und insbesondere von Aleister Crowley inspirieren. Mit Aleister Crowley (1875-1947), Magier, Philosoph, Abenteurer und Bürgerschreck im Zentrum der Bandphilosophie experimentierte man mit verschiedenen Ausdrucksformen in musikalischer wie gestalterischer Hinsicht (Foto, Video, Grafik).

Inspiriert von unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen wie z.B. Test Department, Chrome, Hunting Lodge, Skinny Puppy, Cabaret Voltaire, Throbbing Gristle, Coil, Christian Death und Bauhaus suchte man nach eigenen musikalischen Ausdrucksformen.

1989 - 1992 produzierten yelworC eine Reihe von Tapes. FLASH, WARD & INCUBATION / DISCOVER & CONTROL / A..I.W.A.S.S. / $ATANAT / TANATA$
Als Film- und Theaterbegeisterter produzierte Peter Devin 1992 die Musik zu dem Theaterstück „Der Neophyt“ und den Soundtrack zum SciFi-Kurzfilm „Am 8.Tag“.

Das Debutalbum BRAINSTORMING präsentierten yelworC 1992 auf dem damals neu gegründeten Label Celtic Circle Productions.
Musikalisch wurden dabei klassische und experimentelle Klangstrukturen miteinander verwoben
und typische EBM-Arrangements mit dunklen Soundscapes und Distorted Vocals zu einer Dark-Elektro-Synthese verbunden.

Die inhaltlichen Schwerpunkte waren nach wie vor die magisch-mystischen Elemente und die gesellschaftskritischen Ansätze von Crowley´s umstrittenem Werk. Seine Schriften sind Verknüpfungen von magischem Wissen aus mehreren Kulturen mit obskuren und eigenwilligen Wortspielen, Symbolen und Paradoxien. Seine Texte sind anmaßend, provozierend und entbehren häufig jeglicher Logik und Vernunft.
Mit seiner Maxime "Tu was Du willst sei das ganze Gesetz" stellte der "Meister der 1000 Masken" die christlichen Moralvorstellungen grundsätzlich infrage. In seiner Vision steht der "wahre Wille" des Individuums gegen den verlogenen Willen einer moralisch orientierten, hierarchischen Gesellschaft.

1993/94 wurde die MCD BLOOD IN FACE produziert und veröffentlicht.
Thematisch ging es dabei um die Aufdeckung von gesellschaftlichen Paradoxien, um den Widerspruch zwischen der voyeuristischen Sensationslust der Menschen nach den "negativen", "grausamen" und "blutrünstigen" Aspekten unserer Welt und dem gesellschaftlichen Anspruch einer "gesunden" Moral. Je vehementer die Gesellschaft ihren Anspruch auf die Allgemeinverbindlichkeit ihres Kodex durchsetzt, desto grausamer entwickelt sich das zwischenmenschliche Gefüge (Das Tier in uns!)

Zwischen 1990 und 1994 traten yelworC auf diversen Festivals auf. Aufgrund persönlicher Diskrepanzen und Interessensverschiebungen verließ Dominik van Reich 1994 die Band und gründete amGod.

1995 erschien auf Celtic Circle Productions die Doppel CD COLLECTION 1988-1994, danach wurde der Vertrag zwischen yelworC und Celtic Circle Production gelöst. Diese Doppel CD enthält Remixe, Compilationbeiträge, Livemitschnitte und Songs der früheren Tapeproduktionen.

Ab 1994 arbeitete Peter Devin am neuen Album TRINITY, welches damals aus verschiedenen Gründen nicht das Licht der Welt erblickte.
1995 und 1996 stellte yelworC auf verschiedenen Konzerten neben dem bekannten Repertoire bereits einige Trinity-Songs vor, unterstützt von Gastmusikern, u.a. Dennis Ostermann (In Strict Confidence).

Am Album TRINITY wurde (zwangsläufig) fast 10 Jahre gearbeitet.
Ausgangspunkt dieses Projektes ist Dantes Göttliche Komödie, eine Reise durch die jenseitigen Welten der Hölle, des Fegefeuers und des Paradieses. YelworC transformiert Dantes Visionen in eine zeitgemäße Thematik und würzt die Höllenfahrt mit typischen yelworC-Antagonismen.

Auch biographisch war yelworC´s Arbeit an diesem Album eine Höllenfahrt: Die Versuche das eigene Label Baal Records aufzubauen scheiterten wiederholt an diversen wirtschaftlichen Umständen der Musikbranche, und auch persönlich hatte Peter Devin einiges wegzustecken, was jedoch der musikalischen Arbeit lediglich in punkto Zeit schaden konnte.
Im Februar 2004 konnte das Album TRINITY endlich veröffentlicht werden, als Kooperation von Minuswelt Musikfabrik und Baal Records. Dennis Ostermann in einem Track als Begleitstimme. Das aufwändige Artwork (Digipak mit 24-stg. Booklet) steuerte der Graphic Artist Ingo Römling bei.

2007 meldet sich yelworC nach 3-jähriger Studioarbeit gleich mit 2 Alben zurück. Den Auftakt bildet die 44-minütige 9-Track EP ECLOSION, die am 13.07.07 erschien.
Thematisch knüpfen die 2 Alben an Dantes Höllenreise (TRINITY) an und führen aus der Hölle geradewegs in ein nicht minder apokalyptisches Fegefeuer. Musikalisch in gewohnter Kompromisslosigkeit, eine Synthese aus heftigem, vitalem Rhythmus und dunklem Melodiengeflecht.
ECLOSION führt in ein abgründiges Niemandsland zwischen Hölle und Purgatorium, wo merkwürdige geflügelte Wesen ihr Unwesen treiben, und die rabiate Höllenfahrt der TRINITY wieder aufflammt, jedoch abrupt in eisstarrende Schluchten führt. Als weibliche Begleitstimme konnte für einen Track die Sängerin Connie gewonnen werden. Das Artwork wurde von dem bekannten Wiener Künstler Joachim Luetke gestaltet.

Der 78-minütige Longplayer ICOLATION ist die Fortsetzung der infernalischen "Trinity- Reise", das zweite Konzeptalbum der Dante-Trilogie.

Während die "Trinity-Hölle" im Mystischen, Dämonischen, Finsteren angesiedelt ist, ist das Purgatorium der ICOLATION konkreter: der innere Konflikt des Individuums mit sich selbst und das Fegefeuer der Menschen untereinander. Heiße Sünden und kaltes Fieber, harte Rhythmik und bittersüße Melodik. Der Pulsschlag
des Zorns, der keuchende Überlebenswillen, die Sinfonie einer Menschheit im Fegefeuer. Connies additional Vocals diesmal in 3 Tracks.

Auch hier wieder Artworx von Joachim Luetke, im aufwändigen Digipak mit 24-Seiten Booklet. Die Veröffentlichung ist für den 19.10.07 geplant.

- Geneigte Hörer, schnallt euch an!

„Essence awake!“

 

 
     
 
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